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  • Das Schwarze Wasser bei Wesel

     

    Die Perle im Diersfordter Wald

    Eingebettet in die Dünenlandschaft des Diersfordter Waldes nordwestlich von Wesel liegt das Schwarze Wasser. Es zählt zu den beliebtesten Naherholungsgebieten Wesels und ist Ziel gemütlicher Wanderungen und Radtouren.

    Das Schwarze Wasser liegt in einer abflusslosen Dünenmulde und wird ausschließlich durch Regenwasser gespeist. Der Name rührt von der dunklen Färbung des Wassers her, die auf Huminstoffe der Moorvegetation zurückzuführen ist. An der Ostseite dominieren Schwingrasengesellschaften mit Torfmoosen, während im Westen des Heideweihers Seggen und Binsen vorherrschen. Seit 1936 steht es bereits unter Schutz und ist damit eines der ältesten Naturschutzgebiete in Nordrhein-Westfalen.

     

    Schon landschaftlich ist das Schwarze Wasser reizvoll durch seine Lage in der bewaldeten Dünenlandschaft. Der ca. 6,5 km lange Rundweg ermöglicht abwechslungsreiche Aussichten und lässt interessante Vogelbeobachtungen zu.

    Wie so oft liegt das Besondere jedoch im Verborgenen. Der nährstoffarme Heideweiher beherbergt eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen, die sich an die extremen Standortbedingungen angepasst haben. Die teils empfindliche Vegetation wird durch Besucherlenkung geschützt. Dem kundigen Beobachter erschließt sich dennoch eine Artenvielfalt, die durch die ganz unterschiedlichen Lebensbedingungen im Naturschutzgebiet ermöglicht wird. Zum Naturschutzgebiet gehören nämlich nicht nur der Heideweiher selbst, sondern auch offene, trockene Sandflächen mit Silbergrasflur, Dünenhänge, Heide und Wald. Das NSG beherbergt zahlreiche Libellenarten und viele Ameisen. Auch Spechte und Frösche machen sich lautstark bemerkbar. Es lohnt sich, Feldstecher und Bestimmungsbücher mit zu bringen.

     

    Seine derzeitige Gestalt verdankt das Naturschutzgebiet langen Jahren gezielter Entwicklung. Aufgrund eines der ersten Biotopmanagement-Pläne für NRW wurden ab Mitte der 80er Jahre die Kiefernaufforstungen im direkten Umfeld des Heideweihers gerodet, ein Erlengebüsch und Lehmboden, die einmal als Schutzmaßnahme für das Gewässer gedacht waren, wurden entfernt, Heide wurde eingesät und die vielen Trampelpfade durch den bereits genannten Rundweg ersetzt. Daran waren die örtlichen Naturschutzverbände, NABU (damals noch als Deutscher Bund für Vogelschutz), BUND und Naturschutzjugend tatkräftig beteiligt. Auch im vergangenen Winter war die Weseler Naturschutzjugend wieder aktiv.

     

    Die Betreuung des Naturschutzgebietes obliegt der Biologischen Station im Kreis Wesel. Eigentümer der Flächen und zuständig für die Bewirtschaftung ist der KVR.

     

    Das Schwarze Wasser ist mit dem Auto, besser natürlich mit dem Fahrrad wie folgt zu erreichen:

    Von Wesel aus über die B 8 (Emmericher Straße) und B 473 (Bocholter Straße) Richtung Hamminkeln. Dort biegt man links ab in Richtung Katastrophenschutz-Übungsgelände des Technischen Hilfswerkes (Ausschilderung). Am Ende der Straße Kanonenberge befindet sich ein kleiner Parkplatz. Links geht es genau auf das Schwarze Wasser zu.

     

    Dieser Beitrag basiert auf einem Artikel von Uwe Heinrich, erschienen im Naturspiegel, Heft 54

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