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  • Finger weg von Trinkwasserreservoiren

    Der Regionalrat beabsichtigt den Schutzstatus von vorwiegend linksrheinisch in den Kreisen Krefeld/Viersen, Wesel und Kleve liegenden Trinkwasserreservegebieten teilweise aufzuheben. „Vorbeugender Grundwasserschutz muss verantwortungsvoll und nachhaltig betrieben werden“, schrieb Josef Tumbrinck für den NABU an den Regionalrat. Sei der Schutzstatus aufgehoben, könne er praktisch unter vernünftigen wirtschaftlichen Bedingungen nie mehr wieder hergestellt werden. Das bisher reine Rohwasser wäre als Ressource für Trinkwasser und auch als zukünftiges Handelsgut für alle kommenden Generationen verloren. Dies sei im Hinblick auf die zu erwartenden immer länger anhaltenden Trockenperioden und der bereits jetzt schon kontaminierten Grundwasservorräte fatal. Er forderte die Politik auf, einen vorsorgenden Schutz der Trinkwasserressourcen in dieser Region auch für die Zukunft sicher zu stellen. Grundlage müssten die in Artikel 1 der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) formulierten Ziele sein: „Förderung einer nachhaltigen Wassernutzung auf der Grundlage eines langfristigen Schutzes der vorhandenen Ressourcen“ und „Sicherstellung einer schrittweisen Reduzierung der Verschmutzung des Grundwassers und Verhinderung seiner weiteren Verschmutzung“. so Tumbrinck weiter.

    Mit dieser Forderung stehen wir Naturschützer nicht allein. Denn in der kürzlich von der Bezirksregierung Düsseldorf vorgestellten „Wasserbilanz 2003“ machte Regierungspräsident Büssow in seinem Vorwort deutlich, dass alle Kräfte zu bündeln sind, um dem wichtigsten Überlebensgut, dem Trinkwasser, den erforderlichen Schutz zu gewähren. Dem können wir als Naturschutzverband nur zustimmen.

    Dabei wird die Grund- und Trinkwasserqualität in erster Linie immer noch durch landwirtschaftliche Nutzung der Ackerflächen in den Trinkwasserreservoiren bedroht. Trotz bestehender Kooperationsverträge mit der Landwirtschaft ist die Nitratbelastung seit 1993 pauschal nicht zurückgegangen. Eine andere immer weiter zunehmende Gefährdung muss in dem mengenmäßig nicht reduzierten Abbau von Sand, Kies und Steinkohle gesehen werden. Der Anteil offener Wasserflächen nimmt weiter zu, die filternden Deckschichten fehlen vollständig oder werden durch den Bergbau zerstört, so dass sämtliche Schadstoffe oftmals direkt in den freigelegten Grundwasserleiter eindringen können.

    Kurzfristige wirtschaftliche Gründe dürften das weltweit immer knapper werdende Lebensmittel für die Zukunft nicht gefährden.Im Frühjahr ist im Regionalrat eine öffentliche Anhörung zur Wasserbilanz geplant, in der die zukünftige Wasserwirtschaft diskutiert werden soll. Hier wird der NABU ganz klar den vorbeugenden Grund- und Trinkwasserschutz auf der Basis der WRRL unterstützen.

    Sprechen Sie die Politiker auf dieses Thema an, der Widerstand aus der Bevölkerung und von den Naturschutzverbänden muss hörbar werden.

    Für Rückfragen:
    Birgit Königs, Pressestelle NABU NRW Tel.: 0211-15 92 51-14

    Dieser Beitrag basiert auf einem Artikel von Frau Königs, erschienen im Naturspiegel , Heft 53.

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