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  • Leben in der Taucherglocke

    Die Wasserspinne verbringt als einzige Spinne ihr Leben unter Wasser

    Alle Spinnen besiedeln Lebensräume auf dem Land. Nur eine Art hat sich unter 37.000 Spinnenarten weltweit auf das Leben unter Wasser spezialisiert: die Wasserspinne, Argyroneta aquatica. Sie verbringt fast ihr gesamtes Leben unter Wasser in einer mit Luft gefüllten Taucherglocke: dort wohnt und frisst sie, paart sich und legt ihre Eier ab.

    Um die Luft in ihre Taucherglocke zu transportieren, nutzt die Spinne ihren dichtbehaarten Hinterleib. Sie schwimmt zur Wasseroberfläche, durchstößt mit dem Hinterleib die Wasseroberfläche und reißt dann diesen ruckartig wieder unter Wasser; dabei bleibt eine Luftblase am Hinterleib der Spinne hängen. Die Luft wird dann unter einem kleinen Netz, das die Spinne im Wasser gewoben und an Wasserpflanzen befestigt hat, abgestreift. Auf Dauer würde sich so eine Taucherglocke bilden, die nur ab und an mit neuer Luft versorgt werden muss, da sie wie eine physikalische Lunge funktioniere: verbrauchte Luft entweiche ins Wasser und Sauerstoff ströme vom Wasser wieder in die Glocke.

    Die Wasserspinne bewohnt langsam fließende oder stehende Gewässer. Entdecken kann man sie vom Ufer aus, wenn man nach ihrer silbrig-glänzenden Taucherglocke Ausschau hält. Meist muss man dann nur wenige Minuten am Ufer warten, bis die dunkelbraun bis schwarz gefärbte Spinne zum Luft holen an die Wasseroberfläche kommt. Das Tier sollte jedoch nicht aus dem Wasser genommen werde, da der Biss der Spinne eine deutlich spürbare, aber im wesentlichen ungefährliche Wirkung hat.

    Das im Volksmund auch Silberspinne genannte Tier, ist eine der wenigen Spinnenarten, bei denen die Männchen mit 10-15 mm größer werden als die Weibchen (8-9 mm). Übrigens ist auch bei der Wasserspinne - wie bei vielen anderen Spinnen - das Bild des männermordenden Weibchens völlig fehl am Platz: beide Partner leben nach dem Geschlechtsakt friedlich eine Zeit lang zusammen in der Taucherglocke. Das Weibchen kümmert sich nach der Eiablage um den Nachwuchs, so dass weitere Generationen der faszinierenden Wasserspinnen in unseren Gewässern leben werden.

    Die Wasserspinne gilt als bedrohte Tierart und wird auf der Roten Liste in Deutschland als „stark gefährdet“ geführt.

    Dieser Beitrag basiert auf Informationen von Martin Kreuels

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