NABU Kreisgruppe Wesel

nicht-barrierefreie Darstellung * Suche

Sie befinden sich hier: Startseite > Natur erleben > Schutzgebiete / Berichte > 

Hauptmenü

  • Eine Ebene nach oben
  • Die Mommbach-Niederung
  • Diersfordter Gatter
  • Radtour um Xanten
  • Rheinberger Hasenfeld
  • Kleinstflächen in der Landschaft
  • Säume - Leben an Grenzen
  • Hecken
  • Hecken-Erlebnistouren
  • Eisvogel erfolgreich angesiedelt
  • Der Boden lebt
  • Kopfbäume prägen Landschaft
  • Rheinaue Walsum
  • Der Schatz der Bönninghardt


  • Eisvogelansiedlung in Moers

     

    Erfolgreiches Projekt am ehemaligen Klärteich in Moers-Hülsdonk

    Diese Geschichte beginnt im Jahr 1983, als der NABU den ehemaligen Klärteich der Städte Moers und Neukirchen-Vluyn erwirbt. Dieser Teich wird durch ein Pumpwerk an einem der beiden vorbeifließenden Bachläufe, dem Neukirchener Kanal, mit Wasser befüllt. Der Neukirchener Kanal schneidet sich mit seinen Ufern ca. 3 - 4 m tief in die vorhandene Oberfläche ein. Die Ufer haben, wie bei den meisten Bachläufen in unserer Gegend, einen Winkel von ca. 45°.

     

    Diese Uferböschung ist aber für eine Brutröhre des Eisvogels nicht steil genug. Deshalb wurde eine kleine Steilwand mit der Höhe von 1 m und einer Breite von ca. 2 m abgegraben. In diese Steilwand wurde eine künstliche Brutröhre aus Holzbeton eingebaut. Leider akzeptierten die sporadisch anwesenden Eisvögel das Angebot nicht. Bis zum Jahr 1995 konnte keine Brut in diesem Gebiet nachgewiesen werden.

     

    So wurde recherchiert, welche Möglichkeiten es gab, den Eisvogel doch noch anzusiedeln. Es kristallisierte sich heraus, das es keine Alternative zu einer natürlichen Steilwand gab. Nach Anpachtung von weiterem Gelände  auf dem Gegenufer des Neukirchener Kanals wurde  mit der weiteren Abgrabung  begonnen.

     

    Im April 1995 war Michael Prothmann, der sich für dieses Projekt engagierte, dann nicht mehr der einzige, der an dieser Steilwand arbeitete. Das erste Eisvogelpaar am Ufer des Neukirchener Kanals  beobachtete die Vorgänge und nach Feierabend flogen die beiden Eisvögel die Steilwand an und saßen auf Wurzeln, die aus der Wand herausragten.

     

    Anfang Mai 1995 waren die Arbeiten an der Wand abgeschlossen und es wurden insgesamt ca. 60 - 70 m³ Erde von Hand bewegt. Seit diesem Jahr brüten die Eisvögel hier regelmäßig. In manchen Jahren brüteten sie nur einmal, aber in den weitaus meisten Jahren, wenn das Nahrungsangebot ausreichte,  flogen die Jungvögel von zwei oder sogar drei Bruten aus.

    Natürlich gab es auch Rückschläge. Zum Beispiel, wenn die Jungvögel vom Fuchs ausgegraben wurden, oder sie beim ersten Jagdtauchen in schwimmenden Algen ertranken. Aber diese Verluste wurden meistens von den Eisvögeln kompensiert.

     

    Sowohl die LINEG als auch die Untere Landschaftsbehörde sind von den Eisvögeln  begeistert und die Zusammenarbeit klappt in diesem Gebiet zum Schutz des Eisvogels hervorragend.

     

    Dieser Beitrag basiert auf einem Bericht von Michael Prothmann

    Zusätzliche Informationen anfordern... Zusätzliche Informationen anfordern...


    Seitenanfang | Sitemap | News-Archiv | Newsletter-Archiv | Impressum | Kontakt | E-Mail
    © 2019 NABU Kreisgruppe Wesel