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  • Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht

    AG Wanderfalkenschutz stellt Brutergebnisse 2014 des Wanderfalken in NRW vor

    „Die Wanderfalkenpopulation in Nordrhein-Westfalen hat im vergangenen Jahr mit 211 Brutpaaren und 344 ausgeflogenen Jungfalken erneut das Vorjahresergebnis übertroffen“, dies verkündeten Stephanie Krüßmann und Michael Kladny, das neue Sprecherduo der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz (AGW) im NABU NRW, den rund 100 Wanderfalkenschützern auf ihrem Jahrestreffen am vergangenen Wochenende in Recklinghausen. So habe sich der Paarbestand der Wanderfalken um 16 weitere Revierpaare erhöht und auch die Zahl der ausgeflogenen Jungfalken sei geringfügig gestiegen.

     

     Wanderfalkenschuetzer Jahrestreffen
    Teilnehmer der Wanderfalkentagung am 22. März bei der NUA in Recklinghausen.
    Foto: Peter Malzbender

     
    Allerdings habe die Ansiedlung relativ vieler neuer Paare keinen vergleichbaren Schub bei der Zahl der ausgeflogenen Falken gebracht. Dies sei unter anderem mit der relativ großen Zahl junger, unerfahrener Paare unter diesen neuen Brutpaaren zu erklären. Sie schritten deutlich seltener erfolgreich zur Brut. Die Wetterkapriolen des vergangenen Jahres habe den Jungfalken dagegen kaum noch etwas anhaben können, da der Ausflug zum Zeitpunkt des Sturmes Ela bereits beendet war. "Interessanterweise deutet sich eine gewisse Tendenz dahin gehend an, dass bei jährlichem Anstieg der Paare nur alle vier Jahre eine klar erkennbare Zunahme der ausgeflogenen Jungfalken erfolgt", so Kladny. Das sei in den kommenden Jahren ein interessanter Aspekt, den man weiter im Auge behalten wolle.

     

    Junge Wanderfalken
    Junge Wanderfalken
    Foto: Peter Malzbender


    Nach wie vor beschäftigten die Gefahren, die dem Wanderfalkenbestand in NRW heute zusetzen, die Wanderfalkenschützer. Diese hätten sich zwar gewandelt, hätten aber ein enormes Potenzial die zurzeit gesunden Bestände schnell wieder in ernste Bedrängnis zu bringen, erklärte Krüßmann. „Während hohe DDT-Belastungen, Horstplünderungen und -zerstörungen den Wanderfalken am Beginn der 1970er Jahre vorübergehend in Nordrhein-Westfalen zum Aussterben brachten, geht es heute um anhaltende Verfolgung, insbesondere durch Vergiftung, und drohenden Brutplatzverlust durch den Rückbau von Industrieanlagen.“  Die kommerzielle Hybridzucht sei ein weiterer sehr ernster Gefährdungsfaktor. Neue Gefahren erwüchsen zudem aus dem Ausbau der Windenergie, zumindest wenn Windkraftanlagen im nahen Umfeld aktiver Brutplätze errichtet würden.

     

    Wanderfalke mit gerissener Taube
    Wanderfalkenweibchen mit geschlagener Ringeltaube.
    Foto: Peter Malzbender

     
    Tragende Säulen der Wanderfalkenpopulationen in NRW seien nach wie vor die Regierungsbezirke Düsseldorf und Arnsberg. Der Regierungsbezirk Düsseldorf weise mit 64 Revierpaaren, von denen 51 zur Brut schritten, weiterhin die höchste Paardichte auf. Hier flog fast ein Drittel aller in NRW flügge gewordener Falken aus. Dicht auf folgt der Regierungsbezirk (RB) Arnsberg mit 45 Brutpaaren, die 96 Jungtiere zum Ausfliegen brachten. Im RB Köln flogen 46 Jungfalken aus, in Münster 64 und in Detmold 32. Von insgesamt 174 Paaren, die zur Brut schritten, waren 136 Paare erfolgreich. Besonders erfreulich sei dabei die Besiedlung bisher ´wanderfalkenfreier´ Gebiete.
     
    Für Rückfragen: Stephanie Krüßmann, Sprecherin Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz, mobil: 0173 713 729 4,
    Michael Kladny, Sprecher Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz, mobil: 0157 825 288 45

     

    Wanderfalkensprecher
    Stephanie Krüßmann und Michael Kladny (rechts) sind die neuen Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz. Ein Landesfachausschuss des NABU in NRW. Heinz Kowalski (l., LV-Vorstand) und Dr. Peter Wegner (2.v.l., langjähriger Sprecher der AGW) übergaben auf der Tagung in Recklinghausen das Zepter an die Nachfolger vom Niederrhein.
    Foto: Peter Mazbender

     

    Artikel von Birgit Königs, NABU NRW
     


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